Freitag, 11. Januar 2013
Glaubenssache
12. JANUAR - 15. FEBRUAR 2013, DI - DO, 14.00 - 19.00 UHR, FR - SA , 14.00 - 20.00 UHR
ALTE FEUERWACHE, PROJEKTRAUM, MARCHLEWSKISTR. 6, 10243 BERLIN 030 - 293 47 94 26
WWW.GLAUBENSSACHE-AUSSTELLUNG.DE
Glaube - Hoffnung und Halt oder ein Auslaufmodell? Womit geben Menschen heute Ihrem Leben Sinn und Erfüllung? Elf internationale, in Berlin lebende Fotografen gehen diesen Fragen in ihren Reportagen nach und begleiteten Menschen vielfältiger Glaubenskulturen.
Die täglichen Gebete gen Mekka, Ramadan, die Rufe des Muezzin - diese islamischen Rituale und Feiertage sind bekannt. Carlotta Schneller begleitet einen muslimischen Bestatter und zeigt in ihrer einfühlsamen Reportage einen Aspekt der Glaubenskultur des Islams, der hierzulande oft im Verborgenen stattfindet.
Athen ist für Hunderttausende Migranten ein Zufluchtsort - trotz der wirtschaftlichen Misere. Die religiösen Gemeinden von Muslimen, Sikhs und Katholiken werden zur seelischen Heimat. Sie geben Hoffnung für die Zukunft, Unterstützung im Alltag und die Möglichkeit, sich mit Leuten aus dem eigenen Land auszutauschen. Christos Stefanou zeigt sie in seiner Reportage.
Die Jesus Freaks finden sich regelmäßig im Keller einer ehemaligen Brauerei in Berlin-Neukölln ein. Sie sitzen auf alten Sofas oder lehnen an der selbstgemauerten Bar. Der Gottesdienst beginnt mit Musik. Kinder rennen durch den Raum. Auch bei der anschließenden Predigt geht es locker zu. Hier darf man sein, wie man will. Es geht vor allen Dingen um Jesus. Hans-Jörg Aleff porträtiert die Jesus Freaks in seiner Reportage.
In den 80er Jahren war Michael Marek Mitglied einer Kreuzberger Rockergang. Gewalt und Drogenexzesse haben ihn an den Abgrund geführt. Seine Hinwendung zu Gott und die Faszination für das Rittertum waren seine Rettung. Frank Seeger zeigt sein zweites Leben - das Portrait eines Menschen, der auf skurrile Weise seinen christlichen Glauben praktiziert.
Berlin, die Hauptstadt des Techno, hat sich für eine internationale Szene in ein Pilgerziel verwandelt. Tag und Nacht elektronische Musik für alle. Carles Gonzaléz zeigt die Trance und Ekstase, die Liturgie und die Rituale in den Clubs von Berlin.
Unter Leitung der Fotojournalistin Ann-Christine Jansson werden die Ausstellung und der ca. 100-seitige Katalog als Abschlussarbeit ihrer Fotoreportageklasse am Photocentrum am Wassertor an der vhs Friedrichshain-Kreuzberg realisiert.
Dienstag, 8. Januar 2013
Samstag, 13. Oktober 2012
Sonntag, 8. April 2012
Er ist auferstanden
Aber am ersten Tage der Woche sehr früh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht.
Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichter nieder zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier; er ist auferstanden."
Freitag, 30. März 2012
Gläubige Millionäre
Multimillionäre werden im sozialistischen China nicht nur immer reicher – sie werden auch gläubig. Für den Briten Rupert Hoogewerf, Herausgeber einer Millionärsliste, ist das der erstaunlichste Befund einer neuen Studie.
Nach offiziellen Statistiken hängen rund ein Viertel der Menschen im Reich der Mitte einer Religion an, davon 18 Prozent als Buddhisten. Unter den Millionären aber bekennt sich fast die Hälfte zu einem Glauben. Jeder Dritte ist Buddhist. Sieben Prozent verstehen sich als Christen, drei Prozent als Muslime.
Bei Jüngeren unter 30 Jahren steigt der Anteil an Christen, vor allem Protestanten, sogar auf elf Prozent.
Hoogewerf erklärt das spirituelle Verlangen: Die heute 2,7 Millionen Neureichen können sich mit jeweiligen Vermögen von mindestens sechs Millionen Yuan (rund 700.000 Euro) inzwischen fast alles leisten. Jetzt suchen sie nach einem tieferen Sinn im Leben.
welt.de
Sonntag, 18. März 2012
Schenuda III. gestorben
Schenuda III., Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche Ägyptens, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichtete das staatliche ägyptische Fernsehen. Schenuda war in den vergangenen Jahren mehrfach zu medizinischer Behandlung im Ausland. Aus Kirchenkreisen in Kairo verlautete, dass bereits Vorbereitungen für das Begräbnis getroffen würden. Ein Datum wurde nicht genannt.
Schenuda III. stand der größten christlichen Gemeinde im Nahen Osten vor
Schenuda war Ende 1971 zum Papst von Alexandria und zum Patriarchen der koptisch-orthodoxen Kirche gewählt worden. Die koptische Kirche ist die größte christliche Gemeinde im Nahen Osten und stellt in Ägypten knapp zehn Prozent der Bevölkerung. Weltweit gehören knapp zehn Millionen Menschen der koptischen Kirche an.
Dienstag, 13. März 2012
Crystal Cathedral vor dem Aus
Die protestantische „Kristallkathedrale“ im kalifornischen Garden Grove, eine der ersten US-Megakirchen, rutscht offenbar immer tiefer in die Krise. Medienberichten zufolge hat Kirchengründer Robert Schuller am vergangenen Wochenende den Kirchenvorstand verlassen.
Ein Hauptgrund für den Niedergang der Kirche ist offenbar finanzieller Art. Bereits im Oktober 2010 hatte die „Kristallkathedrale“ Konkurs angemeldet. Das Kirchengebäude wurde vor mehreren Wochen für 57,5 Millionen Dollar an die katholische Diözese Orange in Kalifornien verkauft, um Schulden zu tilgen.
welt.de
Samstag, 10. März 2012
Schüler sollen in einer Kirche Koranverse singen
Am heutigen Samstag, 10.3., soll im baden-württembergischen Ludwigsburg ein musikalisches Großprojekt starten. Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Dr. Henning Scherf (SPD) soll in der evangelischen Friedenskirche die Uraufführung der Komposition "Dona Nobis Pacem" von Tilman Heiland stattfinden. Nach Angaben des Veranstalters sollen das Orchester „Junge Süddeutsche Philharmonie Esslingen“, diverse Chorvereine und Schulchöre an diesem Projekt mitwirken. Um den Willen für Frieden und Verständigung zwischen den Kulturen zu demonstrieren, soll von den Sängern unter anderem die 1.Sure des Koran, Verse 1-3, in Arabisch vorgetragen werden. Die Suren werden musikalisch umrahmt von “Pie Jesu Domine” und “Halleluja, Halleluja”.
In der Übersetzung von Max Henning lautet die Erste Sure: "Lob sei Allah, dem Weltenherrn, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, dem
König am Tag des Gerichts! Dir dienen wir und zu Dir rufen um Hilfe wir: Leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst, und nicht der Irrenden."
Interessant ist aber auch die Geschichte hinter der Geschichte. Der o.g. Text sollte ursprünglich bis zur Uraufführung nicht bekannt werden. Die Schüler durften den Text auch nicht zum üben mit nach Hause nehmen. Da dies aber einem Schüler „komisch“ vorkam, schrieb dieser den Text heimlich ab. Nachdem der arabische Text übersetzt war, herrschte Klarheit über dessen Inhalt. Auch wurde der Text einem christlich-arabischen Pastor vorgelegt, der sich mit folgenden Worten gegen eine Teilnahme des Schülers an dieser Veranstaltung aussprach:
“Niemand darf gezwungen werden, ein Bekenntnis, das nicht sein eigenes ist, auszusprechen. Schon gar nicht, weil nach islamischem Verständnis damit der Übertritt zum Islam erklärt würde!“
Auch führte er weiter aus, dass:
„die 1. Sure ein Bekenntnis gegen das christliche Bekenntnis zum dreieinigen Gott Vater, Sohn und heiliger Geist ist!“
Auch die Lehrerin wurde von den Eltern auf die Problematik des doch sehr unterschiedlichen Gottesbildes hinsichtlich Islam vs. Christentum hingewiesen. Die Pädagogin reagierte verärgert und sagte, sie verstehe das Problem überhaupt nicht und fände es unfair ihr gegenüber, dass die Eltern ihrem Kind die Teilnahme nicht erlauben wollten. Wenn der Schüler nicht mitsänge, so die Lehrerin, würden ein paar Freunde auch nicht mitmachen und damit die ganze Aufführung gefährden. Auch wäre die Einstellung fundamentalistisch, intolerant und kleinkariert.
Der Schüler erklärte, bei der Veranstaltung aus Gewissensgründen nicht zur Verfügung zu stehen.
Donnerstag, 23. Februar 2012
Todesstrafe für iranischen Pastor
Frankfurt am Main (idea) – Der wegen seines Glaubens zum Tode verurteilte iranische Pastor Youcef Nadarkhani soll in den nächsten Tagen hingerichtet werden. Das meldet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz in Frankfurt am Main.
Ähnliche Informationen haben auch die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity Worldwide (CSW/London) und das Amerikanische Zentrum für Recht und Gesetz (Washington). Laut IGFM ist das Zentralgefängnis von Rasht, in dem der 35-Jährige einsitzt, angewiesen worden, die baldige Ausführung des Hinrichtungsbefehls vorzubereiten. Nadarkhani war am 22. September 2010 wegen „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ und „Abfall vom islamischen Glauben“ zum Tod durch den Strang verurteilt worden.
idea.de
Freitag, 10. Februar 2012
Islamkritikerin: "Medien verschweigen Krieg gegen Christen"
In einer Titelgeschichte für das amerikanische Magazin "Newsweek" prangert die niederländische Politikerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali die Gewalt gegen Christen in muslimischen Ländern an. Angesichts der Grausamkeiten gegen Christen würden die Medien das Thema unterbelichten.
"Anstatt auf die aufgeblähten Märchen von einer westlichen Islamophobie hereinzufallen, sollten wir uns gegen die Christophobie zur Wehr setzen, die die muslimische Welt infiziert", fordert Ali in dem Magazin "Newsweek". "Christen werden in der islamischen Welt wegen ihres Glaubens getötet. Es handelt sich um einen aufkommenden Völkermord, der uns alarmieren sollte."
jesus.de
"Anstatt auf die aufgeblähten Märchen von einer westlichen Islamophobie hereinzufallen, sollten wir uns gegen die Christophobie zur Wehr setzen, die die muslimische Welt infiziert", fordert Ali in dem Magazin "Newsweek". "Christen werden in der islamischen Welt wegen ihres Glaubens getötet. Es handelt sich um einen aufkommenden Völkermord, der uns alarmieren sollte."
jesus.de
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Samstag, 28. Januar 2012
Medienpreis für Mitri Raheb
Sehr geehrter Roman Herzog…
... mit Überraschung und Irritation habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie anlässlich der Verleihung eines Medienpreises am 24. Februar als Laudator für den Bethlehemer lutherischen Pfarrer Mitri Raheb angekündigt sind. Als evangelischer Theologe, der seit rund zwei Jahrzehnten im christlich-jüdischen Gespräch engagiert ist, und Militärseelsorger möchte ich Sie in dieser persönlichen Zuschrift sehr herzlich bitten, Ihre Mitwirkung an der Ehrung Rahebs noch einmal zu überdenken.
Die unbestreitbare Affinität einiger aktueller Aussagen Rahebs zu Positionen der “Deutschen Christen” der NS-Zeit - an prominentester Stelle wäre hier seine Behauptung, Jesus sei kein Jude gewesen, anzuführen - stellt auch Rahebs theologische Lehrer in ein sehr fragwürdiges Licht. Eine in Deutschland vollzogene Ehrung Rahebs als palästinensischen “Befreiungstheologen”, an der zudem ein profilierter, politisch herausgehobener Protestant von Ihrem Rang beteiligt wäre, müsste vollends das Gespräch zwischen Juden und Christen in unserem Land nachhaltig belasten.
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, bitte prüfen Sie die komplexe Sachlage und sehen Sie von einer Lobrede auf Mitri Raheb ab. Es gibt viele denkbare Wege, auf das harte Schicksal der Christen in Bethlehem aufmerksam zu machen und sie zu unterstützen; ein Ihrer unwürdiges Einstimmen in den Chor unreflektierter Israelfeindschaft - und als nichts anderes könnte eine Laudatio auf Mitri Raheb als herausragenden Vertreter der “palästinensischen Befreiungstheologie” m. E. wahrgenommen werden - nützt unseren christlichen Geschwistern sicherlich am wenigsten und stärkt die Falschen.
achgut
... mit Überraschung und Irritation habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie anlässlich der Verleihung eines Medienpreises am 24. Februar als Laudator für den Bethlehemer lutherischen Pfarrer Mitri Raheb angekündigt sind. Als evangelischer Theologe, der seit rund zwei Jahrzehnten im christlich-jüdischen Gespräch engagiert ist, und Militärseelsorger möchte ich Sie in dieser persönlichen Zuschrift sehr herzlich bitten, Ihre Mitwirkung an der Ehrung Rahebs noch einmal zu überdenken.
Die unbestreitbare Affinität einiger aktueller Aussagen Rahebs zu Positionen der “Deutschen Christen” der NS-Zeit - an prominentester Stelle wäre hier seine Behauptung, Jesus sei kein Jude gewesen, anzuführen - stellt auch Rahebs theologische Lehrer in ein sehr fragwürdiges Licht. Eine in Deutschland vollzogene Ehrung Rahebs als palästinensischen “Befreiungstheologen”, an der zudem ein profilierter, politisch herausgehobener Protestant von Ihrem Rang beteiligt wäre, müsste vollends das Gespräch zwischen Juden und Christen in unserem Land nachhaltig belasten.
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, bitte prüfen Sie die komplexe Sachlage und sehen Sie von einer Lobrede auf Mitri Raheb ab. Es gibt viele denkbare Wege, auf das harte Schicksal der Christen in Bethlehem aufmerksam zu machen und sie zu unterstützen; ein Ihrer unwürdiges Einstimmen in den Chor unreflektierter Israelfeindschaft - und als nichts anderes könnte eine Laudatio auf Mitri Raheb als herausragenden Vertreter der “palästinensischen Befreiungstheologie” m. E. wahrgenommen werden - nützt unseren christlichen Geschwistern sicherlich am wenigsten und stärkt die Falschen.
achgut
Freitag, 27. Januar 2012
Haddessen?
Haddessen (pj/ah). Geschichten aus der Bibel wird es im Kindergarten Haddessen nicht mehr geben. Ein Erlass, der Gleichbehandlungsgrundsatz, verbietet dort über jahreszeitliche Feste und Rituale hinausgehende religiöse Angebote wie Bibelstunden oder Beten. Im Rathaus Hessisch Oldendorf beruft man sich auf diesen Passus. Eltern und Pastoren reagieren mit Unverständnis.
Und Inga Schulte fragt sich angesichts der Tatsache, dass zur Gruppe in Haddessen kein Kind mit Migrationshintergrund gehört, „ob das nicht ein bisschen überzogen ist mit der Gleichbehandlung“.
Und Inga Schulte fragt sich angesichts der Tatsache, dass zur Gruppe in Haddessen kein Kind mit Migrationshintergrund gehört, „ob das nicht ein bisschen überzogen ist mit der Gleichbehandlung“.
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Mittwoch, 4. Januar 2012
Markieren, markieren
Befiehlt der Rittmeister auf dem Appellplatz: "Kompanie, aufgesessen!" Kommt der schüchterne Einwand: "Aber Herr Rittmeister, wir haben doch gar keine Pferde." Brüllt der Offizier: "Na und!? Markieren, markieren!"
Markieren - so tun als ob. Das ist beim Reiten ohne Pferde nicht so einfach, aber wie ist es mit den guten Vorsätzen, die zum Jahreswechsel so häufig gefasst werden? Ich will das Rauchen aufgeben? Markiere ich doch einfach den Nichtraucher. Sie wollen Ihre Fernsehsucht hinter sich lassen? Tun sie doch einfach so, als hätten Sie keinen Fernseher.
Das kommt Ihnen komisch vor? Ist es ja auch. Genauso wie die Aufforderung, die Jesus an uns stellt: Bittet so, als hättet ihr schon empfangen. Brauchen Sie Weisheit für die Durchführung einer bestimmten Arbeit? Wem Weisheit mangelt, der kann Gott darum bitten, der hat genug davon und gibt gerne ab. Wenn er gebeten hat, kann er in seinem Sessel sitzen bleiben und warten, bis die Weisheit an seiner Haustür klingelt (kann lange dauern). Oder er kann, im Vertrauen darauf, dass er empfangen hat, seine Arbeit beginnen. Und dann wird er merken, dass es funktioniert.
Brauchen Sie Motivation und Kraft, um endlich Ihren Keller aufzuräumen oder den Dachboden zu entrümpeln? Bitten Sie um Kraft und fangen Sie an. Es wird klappen. Das wünsche ich Ihnen für das Neue Jahr.
Markieren - so tun als ob. Das ist beim Reiten ohne Pferde nicht so einfach, aber wie ist es mit den guten Vorsätzen, die zum Jahreswechsel so häufig gefasst werden? Ich will das Rauchen aufgeben? Markiere ich doch einfach den Nichtraucher. Sie wollen Ihre Fernsehsucht hinter sich lassen? Tun sie doch einfach so, als hätten Sie keinen Fernseher.
Das kommt Ihnen komisch vor? Ist es ja auch. Genauso wie die Aufforderung, die Jesus an uns stellt: Bittet so, als hättet ihr schon empfangen. Brauchen Sie Weisheit für die Durchführung einer bestimmten Arbeit? Wem Weisheit mangelt, der kann Gott darum bitten, der hat genug davon und gibt gerne ab. Wenn er gebeten hat, kann er in seinem Sessel sitzen bleiben und warten, bis die Weisheit an seiner Haustür klingelt (kann lange dauern). Oder er kann, im Vertrauen darauf, dass er empfangen hat, seine Arbeit beginnen. Und dann wird er merken, dass es funktioniert.
Brauchen Sie Motivation und Kraft, um endlich Ihren Keller aufzuräumen oder den Dachboden zu entrümpeln? Bitten Sie um Kraft und fangen Sie an. Es wird klappen. Das wünsche ich Ihnen für das Neue Jahr.
Weltweite Christenverfolgung
Christen werden in Nordkorea, in Afghanistan und Saudi-Arabien weltweit am stärksten verfolgt. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2012 hervor, den das christliche Hilfswerk Open Doors in Kelkheim im Taunus veröffentlicht hat. Neun der zehn vorderen Plätze belegen islamisch geprägte Staaten. „Die Situation für Christen hat sich zunehmend dort verschlechtert, wo auch der islamische Extremismus zugenommen hat“, bilanziert Open Doors.
Nach Schätzungen von Open Doors werden weltweit rund 100 Millionen Menschen wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt. Alljährlich bewertet das Hilfswerk die Religionsfreiheit für Christen in 50 Ländern anhand eigener Befragungen vor Ort, von Berichten über Übergriffe und Experteneinschätzungen.
welt.de
Nach Schätzungen von Open Doors werden weltweit rund 100 Millionen Menschen wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt. Alljährlich bewertet das Hilfswerk die Religionsfreiheit für Christen in 50 Ländern anhand eigener Befragungen vor Ort, von Berichten über Übergriffe und Experteneinschätzungen.
welt.de
Montag, 26. September 2011
Vertrauensfrage
In Predigten hoeren wir es immer wieder, wir sind selbst davon ueberzeugt und haben es wohl auch schon selber gesagt: Der Glaube kommt aus der Predigt. Manch ein Prediger hat sich dadurch verleiten lassen, sein gesamtes Wissen in eine Predigt zu packen und diese um Stunden auszudehnen. Glaeubigen Eltern wird geraten, schon frueh ihren Kinder zu predigen, damit sie bald zum Glauben kommen.
Und dann liest man im Hebraeer-Brief, dass jenen in Meriba das Wort der Predigt nichts nutzte, weil sie es nicht mit Glauben vermischten. Wie kann der Glaube aus der Predigt kommen, wenn die Predigt, um wirksam zu sein, schon Glauben voraussetzt?
Vielleicht ist es so: Das hebraeische ebenso wie das griechische Wort, dass wir meistens mit Glauben wiedergeben, bedeutet auch Vertrauen. Vertrauen kann auch dort vorhanden sein, wo es noch keinen Glauben gibt. Vertrauen ist eine allgemein menschliche Eigenschaft, die dort entsteht, wo ein Kind in Verhaeltnissen aufwaechst, welche die Erfahrung von Vertrauen ermoeglichen.
Wenn Kinder nicht das Gefuehl und die Gewissheit haben, dass die Eltern fuer sie da sind, sie annehmen und beschuetzen sind die Worte der Predigt ohne Wert, sie koennen nicht mit Vertrauen vermischt werden und nuetzen nichts.
Es ist daher Aufgabe der Eltern, den Kindern die Moeglichkeit zu schenken, Vertrauen entwickeln zu koennen. Ohne das sind die Worte der Predigt nur eine toenende Schelle und klingendes Erz.
Und dann liest man im Hebraeer-Brief, dass jenen in Meriba das Wort der Predigt nichts nutzte, weil sie es nicht mit Glauben vermischten. Wie kann der Glaube aus der Predigt kommen, wenn die Predigt, um wirksam zu sein, schon Glauben voraussetzt?
Vielleicht ist es so: Das hebraeische ebenso wie das griechische Wort, dass wir meistens mit Glauben wiedergeben, bedeutet auch Vertrauen. Vertrauen kann auch dort vorhanden sein, wo es noch keinen Glauben gibt. Vertrauen ist eine allgemein menschliche Eigenschaft, die dort entsteht, wo ein Kind in Verhaeltnissen aufwaechst, welche die Erfahrung von Vertrauen ermoeglichen.
Wenn Kinder nicht das Gefuehl und die Gewissheit haben, dass die Eltern fuer sie da sind, sie annehmen und beschuetzen sind die Worte der Predigt ohne Wert, sie koennen nicht mit Vertrauen vermischt werden und nuetzen nichts.
Es ist daher Aufgabe der Eltern, den Kindern die Moeglichkeit zu schenken, Vertrauen entwickeln zu koennen. Ohne das sind die Worte der Predigt nur eine toenende Schelle und klingendes Erz.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Schmaler Weg und enge Pforte
„Geht ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind ihrer, die ihn finden.“ (Matthäus 7, 13 f).
Der im September 2000 verstorbene italienische Wirtschaftshistoriker und Schriftsteller Carlo Cipolla hat, vermutlich ohne es zu wissen, zur Auslegung dieser Bibelstelle einen erhellenden Beitrag geschrieben, der in der Welt besprochen wurde. Ich möchte meinen Beitrag dazu mit diesem Auszug ergänzen:
Vielleicht steckt hinter unserem Dilemma einfach ein Probabilitätsproblem: der inhärente Wahrscheinlichkeitsunterschied zwischen dem Einschlagen des einen rechten Weges und der vielen falschen Wege. Der Pfad der Tugend ist schmal, aber der Irrtum hat das ganze Gelände für sich. Auf der einen Seite haben wir das Valide, das Wahre und das Gute: wünschenswerte Ziele, aber eben nur drei. Auf der anderen Seite sind es Legionen: Unsinn, Nonsens, Schmarren, Stuss, Blech, Humbug, Narretei, Torheit, dummes Zeug, Mumpitz, Quatsch, Unfug. Nachdem wir unsere wenigen Gebote niedergeschrieben haben, eröffnen sich uns Myriaden von Gelegenheiten, darauf zu pfeifen.
Dies wurde von dem italienischen Wirtschaftshistoriker Carlo Cipolla in seinem Aufsatz "Die Prinzipien der menschlichen Dummheit" klar herausgearbeitet. Wie Cipolla feststellte, ist das Schlechte statistisch wahrscheinlicher als das Gute. Von den vier Kategorien des Menschen - die er als die Unbedarften, die Intelligenten, die Banditen und die Dummen bezeichnet - bestehen drei aus Personen, die aufgrund ihres Charakters dazu ausersehen sind, anderen und/oder sich selbst Schaden zuzufügen.
In weiteren Befunden macht Cipolla deutlich, dass es in jeder menschlichen Gruppe (er schließt Professoren und Nobelpreisträger ausdrücklich ein) einen konstanten Prozentsatz an Dummheit gibt; er zeigt, dass jeder von uns die Menge dummer Individuen und ihre Macht, Schaden anzurichten, unterschätzt, und er unterstreicht, dass die Dummen von allen Gruppen am gefährlichsten sind, weil sie die Folgen ihrer Handlungen nicht beabsichtigen. "Tagein, tagaus wird man bei seinem Tun permanent von dummen Menschen belästigt, die plötzlich und unerwartet an den unpassendsten Orten und zu den ungelegensten Zeitpunkten auftauchen." Der Irrtum ist durchdringend, allgegenwärtig.
Der im September 2000 verstorbene italienische Wirtschaftshistoriker und Schriftsteller Carlo Cipolla hat, vermutlich ohne es zu wissen, zur Auslegung dieser Bibelstelle einen erhellenden Beitrag geschrieben, der in der Welt besprochen wurde. Ich möchte meinen Beitrag dazu mit diesem Auszug ergänzen:
Vielleicht steckt hinter unserem Dilemma einfach ein Probabilitätsproblem: der inhärente Wahrscheinlichkeitsunterschied zwischen dem Einschlagen des einen rechten Weges und der vielen falschen Wege. Der Pfad der Tugend ist schmal, aber der Irrtum hat das ganze Gelände für sich. Auf der einen Seite haben wir das Valide, das Wahre und das Gute: wünschenswerte Ziele, aber eben nur drei. Auf der anderen Seite sind es Legionen: Unsinn, Nonsens, Schmarren, Stuss, Blech, Humbug, Narretei, Torheit, dummes Zeug, Mumpitz, Quatsch, Unfug. Nachdem wir unsere wenigen Gebote niedergeschrieben haben, eröffnen sich uns Myriaden von Gelegenheiten, darauf zu pfeifen.
Dies wurde von dem italienischen Wirtschaftshistoriker Carlo Cipolla in seinem Aufsatz "Die Prinzipien der menschlichen Dummheit" klar herausgearbeitet. Wie Cipolla feststellte, ist das Schlechte statistisch wahrscheinlicher als das Gute. Von den vier Kategorien des Menschen - die er als die Unbedarften, die Intelligenten, die Banditen und die Dummen bezeichnet - bestehen drei aus Personen, die aufgrund ihres Charakters dazu ausersehen sind, anderen und/oder sich selbst Schaden zuzufügen.
In weiteren Befunden macht Cipolla deutlich, dass es in jeder menschlichen Gruppe (er schließt Professoren und Nobelpreisträger ausdrücklich ein) einen konstanten Prozentsatz an Dummheit gibt; er zeigt, dass jeder von uns die Menge dummer Individuen und ihre Macht, Schaden anzurichten, unterschätzt, und er unterstreicht, dass die Dummen von allen Gruppen am gefährlichsten sind, weil sie die Folgen ihrer Handlungen nicht beabsichtigen. "Tagein, tagaus wird man bei seinem Tun permanent von dummen Menschen belästigt, die plötzlich und unerwartet an den unpassendsten Orten und zu den ungelegensten Zeitpunkten auftauchen." Der Irrtum ist durchdringend, allgegenwärtig.
Freitag, 1. Juli 2011
Israelische Software identifiziert Bibel-Autoren
Eine israelische Software gibt neue Hinweise auf die verschiedenen Autoren der Bibel, die einige Forscher schon länger ausgemacht haben.
Die neue Software analysiert Stil und Wortwahl, um Teile eines Textes voneinander zu unterscheiden, die von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Auf die Bibel angewandt hat ihr Algorithmus die Stimmen verschiedener Autoren herausgehört.
Das Programm wurde auf dem Forschungsgebiet der künstlichen Intelligenz entwickelt und soll auf den verschiedensten Feldern angewendet werden – doch die Bibel stellte für die Entwickler eine besondere Herausforderung dar.
Für Millionen von Juden und Christen ist es eine Tatsache, dass Gott der Autor der Bibel ist. Doch seit Anbeginn der modernen Bibelwissenschaften gehen Forscher davon aus, dass der Text von einer Anzahl verschiedener Autoren geschrieben wurde, deren Arbeit anhand verschiedener ideologischer Agenden und Sprachstile und der verschiedenen für Gott verwendeten Namen identifiziert werden kann.
Heute unterteilen Forscher den Text in zwei Hauptstränge, wobei einer der sogenannten „Priesterquelle“ zugeschrieben wird, weil hier offensichtlich Verbindungen zu den Priestern des Tempels in Jerusalem bestehen, und der Rest einer weiteren Quelle, die nicht mit den Priestern in Zusammenhang steht.
Auch die Software hat diese Einteilung vorgenommen. Die Aufteilung der Texte auf die beiden Hauptquellen stimmt zu 90% mit der klassischen akademischen Einteilung der Quellen überein. Damit sei innerhalb von Minuten die langjährige Arbeit vieler Forscher simuliert worden, erklärt der Informatikprofessor Moshe Koppel von der Bar-Ilan-Universität, Leiter des Forschungsteams.
„Es ist uns unserer automatisierten Methode gelungen, die Arbeit von Jahrhunderten mühsamer Arbeit zu rekapitulieren“, so das israelische Team in einem Paper, das in der letzten Woche auf der Jahreskonferenz der Association for Computational Linguistics in Portland vorgestellt wurde.
Für Forscher sind nun besonders die Stellen interessant, bei denen sich das Programm mit der bisher in der Forschung herrschenden Meinung uneins war. Dies betrifft gleich das erste Kapitel der Schöpfungsgeschichte. Üblicherweise wird es der Priesterquelle zugeschrieben, die Software war aber anderer Meinung.
(Haaretz/AP, 30.06.11)
Die neue Software analysiert Stil und Wortwahl, um Teile eines Textes voneinander zu unterscheiden, die von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Auf die Bibel angewandt hat ihr Algorithmus die Stimmen verschiedener Autoren herausgehört.
Das Programm wurde auf dem Forschungsgebiet der künstlichen Intelligenz entwickelt und soll auf den verschiedensten Feldern angewendet werden – doch die Bibel stellte für die Entwickler eine besondere Herausforderung dar.
Für Millionen von Juden und Christen ist es eine Tatsache, dass Gott der Autor der Bibel ist. Doch seit Anbeginn der modernen Bibelwissenschaften gehen Forscher davon aus, dass der Text von einer Anzahl verschiedener Autoren geschrieben wurde, deren Arbeit anhand verschiedener ideologischer Agenden und Sprachstile und der verschiedenen für Gott verwendeten Namen identifiziert werden kann.
Heute unterteilen Forscher den Text in zwei Hauptstränge, wobei einer der sogenannten „Priesterquelle“ zugeschrieben wird, weil hier offensichtlich Verbindungen zu den Priestern des Tempels in Jerusalem bestehen, und der Rest einer weiteren Quelle, die nicht mit den Priestern in Zusammenhang steht.
Auch die Software hat diese Einteilung vorgenommen. Die Aufteilung der Texte auf die beiden Hauptquellen stimmt zu 90% mit der klassischen akademischen Einteilung der Quellen überein. Damit sei innerhalb von Minuten die langjährige Arbeit vieler Forscher simuliert worden, erklärt der Informatikprofessor Moshe Koppel von der Bar-Ilan-Universität, Leiter des Forschungsteams.
„Es ist uns unserer automatisierten Methode gelungen, die Arbeit von Jahrhunderten mühsamer Arbeit zu rekapitulieren“, so das israelische Team in einem Paper, das in der letzten Woche auf der Jahreskonferenz der Association for Computational Linguistics in Portland vorgestellt wurde.
Für Forscher sind nun besonders die Stellen interessant, bei denen sich das Programm mit der bisher in der Forschung herrschenden Meinung uneins war. Dies betrifft gleich das erste Kapitel der Schöpfungsgeschichte. Üblicherweise wird es der Priesterquelle zugeschrieben, die Software war aber anderer Meinung.
(Haaretz/AP, 30.06.11)
Dienstag, 28. Juni 2011
Leitfaden für christliche Mission
"Mission gehört zutiefst zum Wesen der Kirche" – das ist die Kernthese eines Leitfadens für christliche Mission, der heute im Ökumenischen Zentrum Genf unterzeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist. Damit wurde erstmalig in der Kirchengeschichte ein Dokument gemeinsam vom Vatikan, dem Ökumenischen Rat der Kirchen und der Weltweiten Evangelischen Allianz verabschiedet
Das Dokument mit dem Titel "Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt" versteht sich als Empfehlung dafür, wie Mission als Auftrag von Jesus Christus in der Beziehung zu den anderen Religionen aussehen sollte. Der ökumenische Ethikkodex für Mission formuliert zwölf Prinzipien, die den missionarischen Auftrag der christlichen Kirchen betonen und gleichzeitig dazu aufrufen, Andersgläubigen respektvoll und mit Nächstenliebe zu begegnen. Es sei "für jeden Christen unverzichtbar, Gottes Wort zu verkünden und seinen Glauben in der Welt zu bezeugen", heißt es in der Präambel. Dazu gehöre es, Beziehungen zu Angehörigen anderer Religionen aufzubauen, um deren Glauben kennenzulernen und "gegenseitiges Verständnis, Versöhnung und Zusammenarbeit für das Allgemeinwohl zu fördern".
Auch sollten Christen "Gewalt, Unterdrückung und ungerechte Diskriminierung durch religiöse oder säkulare Autoritäten" ablehnen und anprangern, wo Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt oder eingeschränkt werden. Sie müssten dem Kodex entsprechend auch selbst darauf achten, dass ein Religionswechsel ein entscheidender Schritt sei, der ausreichend zeitlichen und vor allem persönlichen Freiraum benötige. Christen seien zudem dazu berufen, dem Vorbild und der Lehre Jesu Christi zu folgen. Soziale Dienste seien ein integraler Bestandteil davon, das Evangelium zu bezeugen.
Hingegen sollten es Christen ablehnen, Menschen durch materielle Anreize oder Belohnungen gewinnen zu wollen. Das Dokument bekräftigt die christliche Verantwortung, von Jesus Zeugnis abzulegen. Die Bekehrung sei dabei jedoch letztendlich das Werk des Heiligen Geistes.
worldevangeicals
Das Dokument mit dem Titel "Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt" versteht sich als Empfehlung dafür, wie Mission als Auftrag von Jesus Christus in der Beziehung zu den anderen Religionen aussehen sollte. Der ökumenische Ethikkodex für Mission formuliert zwölf Prinzipien, die den missionarischen Auftrag der christlichen Kirchen betonen und gleichzeitig dazu aufrufen, Andersgläubigen respektvoll und mit Nächstenliebe zu begegnen. Es sei "für jeden Christen unverzichtbar, Gottes Wort zu verkünden und seinen Glauben in der Welt zu bezeugen", heißt es in der Präambel. Dazu gehöre es, Beziehungen zu Angehörigen anderer Religionen aufzubauen, um deren Glauben kennenzulernen und "gegenseitiges Verständnis, Versöhnung und Zusammenarbeit für das Allgemeinwohl zu fördern".
Auch sollten Christen "Gewalt, Unterdrückung und ungerechte Diskriminierung durch religiöse oder säkulare Autoritäten" ablehnen und anprangern, wo Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt oder eingeschränkt werden. Sie müssten dem Kodex entsprechend auch selbst darauf achten, dass ein Religionswechsel ein entscheidender Schritt sei, der ausreichend zeitlichen und vor allem persönlichen Freiraum benötige. Christen seien zudem dazu berufen, dem Vorbild und der Lehre Jesu Christi zu folgen. Soziale Dienste seien ein integraler Bestandteil davon, das Evangelium zu bezeugen.
Hingegen sollten es Christen ablehnen, Menschen durch materielle Anreize oder Belohnungen gewinnen zu wollen. Das Dokument bekräftigt die christliche Verantwortung, von Jesus Zeugnis abzulegen. Die Bekehrung sei dabei jedoch letztendlich das Werk des Heiligen Geistes.
worldevangeicals
Donnerstag, 23. Juni 2011
Ayurveda für die unschuldige Seele
"Nichts ist gut in Afghanistan!" - der Satz, mit dem die evangelische Ex-Bischöfin Margot Käßmann berühmt wurde, markiert diese Haltung idealtypisch. Einerseits übt man radikale Kritik an der bösen Wirklichkeit, andererseits zieht man sich selbst ins Reich der reinen Moral zurück, in dem allenfalls gemeinsame Gebete mit den Taliban erlaubt sind. Politik ist hier längst nur noch Ayurveda für die unschuldige Seele, die sich keinesfalls die Hände schmutzig machen will. "Ich finde Krieg schlicht und ergreifend grauenvoll", schreibt sie in ihrem jüngsten Bestseller "Sehnsucht nach Leben", "und alle Rechtfertigungsversuche für kriegerisches Handeln haben für mich einen schalen Beigeschmack".
Gerne glauben wir, dass Margot auch den Zweiten Weltkrieg schlicht und ergreifend grauenvoll fand, aber diese pseudonaive Kindersprache verrät mehr über sie selbst als über das Wesen des Krieges. Merkwürdig nur, dass sie bis heute nicht ein einziges Mal in Afghanistan war, um Gebetsvorbereitungen mit friedliebenden Taliban zu treffen. Aber darum geht es natürlich gar nicht. Denn: "Frieden fängt ja im eigenen Umfeld an", wie sie in ihrem neuesten Erbauungswerk für die kritische Seele dekretiert.
Hier betrachten wir den Margot-Käßmann-Komplex in seiner reinsten Form: Es geht um den Frieden in mir selbst. Die böse Welt da draußen hat nichts damit zu tun. Sie ist nur eine diffuse Erscheinung hinter den Glasbausteinen des eigenen Glaubens. Deshalb wird man den Satz "Nichts ist gut in Syrien" von der Heiligen Margot niemals hören. Dafür reicht ihre "Fantasie" einfach nicht aus, die nichts anderes ist als der bigotte Moralismus einer frömmelnden Selbstgerechtigkeit.
dradio.de
Gerne glauben wir, dass Margot auch den Zweiten Weltkrieg schlicht und ergreifend grauenvoll fand, aber diese pseudonaive Kindersprache verrät mehr über sie selbst als über das Wesen des Krieges. Merkwürdig nur, dass sie bis heute nicht ein einziges Mal in Afghanistan war, um Gebetsvorbereitungen mit friedliebenden Taliban zu treffen. Aber darum geht es natürlich gar nicht. Denn: "Frieden fängt ja im eigenen Umfeld an", wie sie in ihrem neuesten Erbauungswerk für die kritische Seele dekretiert.
Hier betrachten wir den Margot-Käßmann-Komplex in seiner reinsten Form: Es geht um den Frieden in mir selbst. Die böse Welt da draußen hat nichts damit zu tun. Sie ist nur eine diffuse Erscheinung hinter den Glasbausteinen des eigenen Glaubens. Deshalb wird man den Satz "Nichts ist gut in Syrien" von der Heiligen Margot niemals hören. Dafür reicht ihre "Fantasie" einfach nicht aus, die nichts anderes ist als der bigotte Moralismus einer frömmelnden Selbstgerechtigkeit.
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